Pantheon

Barador

Am Anfang war ein Gedanke und dieser war der ihre. Als noch nichts war außer wilder Energie, wurde sie geboren. Zwei Energieströme verstrickten sich ineinander und wanden sich immer weiter, bis die Kraft sich so sehr ballte, dass im Kern plötzlich ein kleiner Funke entstand, aus dem H‘ekatee geboren wurde. Im ersten Augenblick ihres Lebens sog sie die aufgestaute Energie um sich herum auf und erlangte somit ihre göttliche Macht, die ihr bis heute innewohnt. Sie ist die Göttermutter, Anfang und Ende alles Seins und dies sind ihre Kinder.

Barador

Barador ist der Gott der Natur, des sich ständig wandelnden und keimenden Lebens. Als Schutzpatron der Heiler wird ihm auch das Attribut der Weisheit zugesprochen. Seine Pfade sind die verschlungenen Wege, welche die Wurzeln der uralten Bäume einschlagen. Seine erneuernden Kräfte schenkt er allem Lebendigen und mit Geduld wartet er versunken im Schoß der Erde auf alles, was kommen mag. Seinen Zorn zu erwecken wäre töricht, denn sein Gegenschlag ist gnadenlos wie die entfesselte, ungezügelte Kraft der Natur.
 
Barador verlieh seinem Volk, welches Eredh‘tir genannt wurde, das Geschenk des Lebens. Seine Kinder waren die einzigen unter allen Völkern der Götter, denen es gegeben war, sich zu vermehren. Ebenso hatten seine Kinder die unterschiedlichsten Gestalten und Formen. Vor allem in den Wäldern von TiRalin im Südwesten der Insel Myrrth kann man auf seine Kinder treffen, die stets schelmisch verspielt alles erkunden und erforschen wollen, dabei aber nie ihre Aufgabe vernachlässigen, die Wälder zu pflegen und vor Gefahren zu schützen.

Auszug aus einer alten myrrthianischen Sage

… ich hatte es immer für eine Legende gehalten, einer Geschichte die man kleinen Kindern erzählt. Letzte Nacht streifte ich durch die Wälder von Ti’Ralin und habe ihn erblickt. Es war dunkel und unnatürlich ruhig. Selbst die Kakofonie der Nacht, die sich normalerweise in den Wäldern als Hintergrundgeräusch entfaltet, schien vor Ehrfurcht erstarrt zu sein. Ein leichtes Glimmen machte den Anfang. Licht welches die Dunkelheit verdrängt und sich wie ein wärmender Mantel um mein Innerstes selbst legt um den Frost zu vertreiben. Als ich mich umdrehte erblickte ich einen

majestätischen Hirsch. Sein weißes Fell glitzerte wie Sternenlicht und sein güldenes Geweih verströmte pulsierendes Licht in der Umgebung. Unter dem Blick dieser unendlich gütigen und alten Augen schien sich meine Seele selbst zu öffnen. Ich habe mich nie vorher so geborgen und sicher gefühlt, gehalten und gestärkt. Der Hirsch nickte mir kaum merkbar zu und ging seines Weges. Als die Morgendämmerung anbrach war ich wieder in der Lage mich zu bewegen und mich von dem Ort loszureißen an dem ich gestanden hatte …

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