Pantheon

Fewalue

Am Anfang war ein Gedanke und dieser war der ihre. Als noch nichts war außer wilder Energie, wurde sie geboren. Zwei Energieströme verstrickten sich ineinander und wanden sich immer weiter, bis die Kraft sich so sehr ballte, dass im Kern plötzlich ein kleiner Funke entstand, aus dem H‘ekatee geboren wurde. Im ersten Augenblick ihres Lebens sog sie die aufgestaute Energie um sich herum auf und erlangte somit ihre göttliche Macht, die ihr bis heute innewohnt. Sie ist die Göttermutter, Anfang und Ende alles Seins und dies sind ihre Kinder.

Fewalue

Sie war die Göttin, der die Macht innewohnte, den Ausgleich zwischen den Elementen zu bringen. Temperament und Sanftmut waren ihre stetigen Begleiter. Ihre Schönheit und Anmut waren ein Spiegelbild ihrer Unschuld und die Harmonie kehrte dort ein, wo sie ihren Blick schweifen lies. Stets darauf besonnen, Streitigkeiten zwischen ihren Geschwistern zu schlichten, geriet sie im Krieg der Götter zwischen die Fronten und wurde von ihrem Bruder Mentron zerrissen. Doch Göttlichkeit ist unvergänglich und ihre Macht ging in Form von Lichtsäulen auf die Welt hernieder. Dort, wo sie den vom Krieg verbrannten Boden berührten, entstanden mächtige Wesenheiten, welche als die Wächter der Türme bekannt wurden. Ihre Namen sind Fenha, Eriha, Lurha und Walha.

 

Ihr Volk waren die Tuiulalagos. Kaum zählbar und von verschiedener Gestalt. Manche waren in Flammen gehüllt, andere flüchtig wie der wilde Ostwind. Nach ihrer Abwesenheit wurden sie zu dem, was man am zutreffendsten mit dem Wort Geistwesen bezeichnen würde. Unfähig, weiter in dieser Welt zu wandeln, doch immer noch in der Lage, jenes Element zu beeinflussen, in welches sie zur Zeit ihres Niedergangs gekleidet waren.

Auszug aus "Die Tränen der Göttermutter"

Das undenkbare war geschehen. Fewalue, Herrscherin über die Elemente, Göttin der Harmonie und der Sanftmut wurde von Mentron und seinen abtrünnigen Geschwistern zerrissen und Ihres Wesens beraubt. Als Mentron sich anschickte die Macht Fewalues in sich aufzunehmen bedeckte vollkommene Stille die ganze Welt. Die Göttermutter selbst, die nie in den Disput ihrer Kinder eingegriffen hatte erschien um alle Handlungen sofort zu beenden. Liebevoll nahm sie Fewalues scheidendes Licht in ihre Hände und flüsterte ihr etwas zu. Eine Träne rann ihre Wange herunter und tropfte in das Licht. Vier machtvolle Strahlen aus gleisender Kraft fuhren sogleich hernieder und gruben sich in Berge, Täler, Meere und abseits des Horizonts. Fewalue war zwar vergangen, ihre göttliche Macht sollte aber weiterbestehen. H’ekatee trauerte noch lange im Stillen um ihre geliebte Tochter bevor sie die Hände von ihrem Gesicht entfernte. Wo noch zuvor Liebe und Trauer zu erkennen war funkelte schneidende Anklage aus ihren Augen als sie sich ihrem Sohn Mentron zuwandte.

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